Finance & Business
Mehrwertsteuer-Rechner
Rechne in beide Richtungen, erfasse ganze Rechnungen mit gemischten Steuersätzen und schlage Regelsätze anderer Länder nach. Alles bleibt in deinem Browser.
- Netto
- 0,00 €
- Umsatzsteuer
- 0,00 €
- Brutto
- 0,00 €
Sonderfälle ohne Umsatzsteuer
Setzt den Satz auf null und liefert den Pflichthinweis für die Rechnung.
Warum die Richtung entscheidend ist
Der häufigste Fehler beim Rechnen mit der Mehrwertsteuer ist, den Prozentsatz vom falschen Betrag abzuziehen. Neunzehn Prozent von 119 Euro sind 22,61 Euro, die tatsächlich enthaltene Steuer beträgt aber nur 19 Euro. Der Grund ist einfach: Der Prozentsatz bezieht sich immer auf den Nettobetrag, nie auf den Bruttobetrag. Wer aus einem Endpreis herausrechnet, muss deshalb durch den Faktor teilen statt Prozente abzuziehen. Genau diesen Unterschied bildet die Richtungsumschaltung ab.
Sicherheit & Datenschutz
Umsatzzahlen gehören zu den sensibelsten Daten eines Unternehmens. Dieser Rechner sendet deshalb keine einzige Zahl an einen Server. Die gesamte Berechnung findet im Browser statt, es gibt kein Konto, keine Anmeldung und keine Auswertung deiner Eingaben. Positionen werden nur lokal auf deinem Gerät gespeichert, damit du beim nächsten Besuch weiterarbeiten kannst, und lassen sich jederzeit mit einem Klick löschen.
Typische Anwendungsfälle
Freiberufler prüfen vor dem Versand, ob eine Rechnung rechnerisch aufgeht und ob die Steuer korrekt ausgewiesen ist. Händler rechnen aus einem Verkaufspreis den Nettoerlös heraus, um Margen zu vergleichen. Im Einkauf lässt sich schnell klären, was ein Bruttoangebot netto kostet und damit als Vorsteuer zurückfließt. Wer Positionen mit sieben und neunzehn Prozent mischt, etwa Bücher neben Beratung, erhält die geforderte Aufschlüsselung sofort. Und bei Kunden im EU-Ausland liefert der Sonderfall Reverse Charge den passenden Pflichthinweis.
Netto und Brutto im Geschäftsverkehr
Zwischen Unternehmen sind Nettopreise üblich, weil die gezahlte Umsatzsteuer als Vorsteuer beim Finanzamt geltend gemacht wird und damit für beide Seiten ein durchlaufender Posten ist. Gegenüber Verbrauchern gilt die Preisangabenverordnung: Dort ist der Bruttopreis der maßgebliche Endpreis und muss auch so ausgezeichnet werden. Deshalb bedeutet dieselbe Zahl je nach Zielgruppe etwas anderes, und ein Angebot sollte immer sagen, ob es netto oder brutto gemeint ist.
Hinweis: Dieser Rechner liefert eine rechnerische Hilfestellung und ersetzt keine Steuerberatung. Steuersätze und Vorschriften ändern sich. Für verbindliche Auskünfte wende dich an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater.
Häufige Fragen zur Mehrwertsteuer
Wie rechne ich die Mehrwertsteuer aus einem Bruttobetrag heraus?
Du teilst den Bruttobetrag durch den Steuerfaktor. Bei 19 Prozent ist der Faktor 1,19, bei 7 Prozent 1,07. Aus 119 Euro brutto werden so 100 Euro netto und 19 Euro Steuer. Ein häufiger Fehler ist, stattdessen 19 Prozent vom Bruttobetrag abzuziehen. Das ergibt 96,39 Euro und ist falsch. Im Schnellrechner erledigt der Modus „Brutto zu Netto“ das automatisch.
Wann gelten 19 Prozent und wann 7 Prozent?
In Deutschland gilt der Regelsatz von 19 Prozent für die meisten Lieferungen und Leistungen. Der ermäßigte Satz von 7 Prozent greift unter anderem bei Grundnahrungsmitteln, Büchern, Zeitungen, Fahrkarten im Nahverkehr, Eintritten in Theater und Museen sowie bei Übernachtungen im Hotel. Welcher Satz konkret gilt, steht in der Anlage 2 zum Umsatzsteuergesetz.
Wie weise ich mehrere Steuersätze auf einer Rechnung aus?
Nach Paragraf 14 des Umsatzsteuergesetzes muss das Entgelt nach Steuersätzen aufgeschlüsselt werden. Enthält eine Rechnung also Positionen mit 19 und mit 7 Prozent, brauchst du für jeden Satz eine eigene Zeile mit Nettosumme und Steuerbetrag. Der Reiter „Positionen“ erzeugt diese Aufschlüsselung automatisch, sobald du unterschiedliche Sätze verwendest.
Warum weicht meine Summe um einen Cent ab?
Weil es darauf ankommt, an welcher Stelle gerundet wird. Rundest du die Steuer je Zeile und addierst danach, entstehen Rundungsdifferenzen. Dieser Rechner summiert zuerst alle Nettobeträge eines Steuersatzes und rundet erst die Gruppensumme kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen. Das entspricht der üblichen Praxis in Buchhaltungsprogrammen und vermeidet Centabweichungen.
Was trage ich als Kleinunternehmer oder bei Reverse Charge ein?
In beiden Fällen steht der Steuersatz auf null und die Rechnung braucht einen Pflichthinweis. Wähle den passenden Sonderfall, dann setzt der Rechner den Satz auf null Prozent und zeigt den Hinweistext zum Kopieren an, etwa den Verweis auf Paragraf 19 des Umsatzsteuergesetzes oder auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers.
Werden meine Beträge gespeichert oder übertragen?
Nein. Die gesamte Rechnung läuft in deinem Browser, es gibt keinen Serveraufruf und kein Konto. Deine Positionen werden ausschließlich lokal gespeichert, damit sie beim nächsten Besuch noch da sind, und lassen sich mit einem Klick zurücksetzen. Umsatzzahlen und Kundennamen verlassen dein Gerät nicht.